Als Tabellenführer reiste die Erste nach Kreuzberg auf die Lohmühleninsel, um sich mit dem dort beheimateten Gastgeber Anadoluspor Berlin zu messen. Nach einer knappen 2:3- Hinspielniederlage wollten die Rot-Weißen die frisch eroberte Tabellenführung verteidigen.

Auf dem winzigen Kunstrasenplatz entwickelte sich von Anfang an ein umkämpftes Spiel. Die Fließtal-Elf bestimmte die ersten Minuten und hatte mehrere gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch allesamt vergeben wurden. Nach einer Vielzahl von aussichtsreichen Freistößen rund um den Hermsdorfer Strafraum, war es ein selbiger, der die Führung für die Gastgeber ergab. Von der rechten Strafraumkante aus flog der Ball an Freund und Feind vorbei ins lange Eck.
Mit dem knappen Pausenrückstand ging es für die Hermsdorfer in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel war es ein Spiel auf Augenhöhe. Der VfB hatte an diesem Tag jedoch das Quäntchen Spielglück nicht auf seiner Seite, so traf man im Laufe des Spiels insgesamt drei Mal den Pfosten. Zwanzig Minuten vor Schluss erhöhte Anadoluspor auf 2:0. In der Folgezeit erhöhten die Rot-Weißen das Risiko wurden dafür jedoch erst in der Nachspielzeit belohnt. Nach einer Flanke von der linken Seite erzielte Walczuch den Anschlusstreffer. Wenige Sekunden später pfiff der solide Schiedsrichter Brüsch ab und das Topspiel ging nicht ganz unverdient verloren. Daraus folgend rutschte die Erste vorübergehend auf Platz 3 ab.
Das nächste Spiel führte das Team um die Trainer Röttgen/ Mattera-Iacono nach Friedrichshain zum VfB Berlin. Der Gastgeber hatte in der Rückrunde noch kein Spiel verloren und dabei einige überraschende Ergebnisse erzielt. Somit waren die Hermsdorfer gewarnt und mussten von Beginn an wach sein.
Nach zerfahrenen ersten Minuten erlöste A. Habedank seine Farben und erzielte in der 18. Minute den Führungstreffer für die Erste. Keine zehn Minuten später konnte Winkens nach einem Eckball per Kopf auf 2:0 erhöhen.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff krönte Walczuch eine starke erste Halbzeit mit dem 3:0. Mit dieser ungefährdeten Führung wurden dann die Seiten gewechselt. Im zweiten Durchgang kontrollierten die Rot-Weißen über weite Phasen das Geschehen, verpassten es jedoch das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Einzig Reimer konnte noch einen Treffer markieren: Aus 18m fasste er sich ein Herz und traf unhaltbar rechts oben in den Winkel.
Der Gastgeber kam zwanzig Minuten vor Schluss noch zum Ehrentreffer. Im Anschluss passierte aber nichts Erwähnenswertes mehr und der umsichtige Schiedsrichter Seitz pfiff die Begegnung ab.
Durch die Niederlage Anadoluspors überholt die Fließtal-Elf die Kreuzberger dank des besseren Torverhältnisses erneut. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Bezirksnachbarn 1.FC Lübars steht die Erste nun nach 20 Spieltagen auf dem 2. Platz in der Bezirksliga Staffel 2.
Am kommenden Sonntag gastiert die SG Blankenburg an der Seebadstraße.
Der Anpfiff erfolgt um 15 Uhr.

Autor: Dominic Winkens