Endlich war es soweit, am 05.09.2020 trafen wir auf die Sportfreunde Johannisthal. Um 08:00 Uhr traf man sich vor Ort, so früh kommt man an einem Samstag in Berlin gut durch den Verkehr.
Pünktlich um 09:00 Uhr ertönte am Segelfliegerdamm der Anpfiff.
Mit Anpiff entwickelte sich sofort ein munteres Spiel, in dem keine Mannschaft gewillt war dem anderen Team auch nur 1 Meter Feld zu überlassen. Nachdem wir die Anfangsoffensive des Gegners gut überstanden hatten, tauchten wir immer wieder vor dem Kasten des Gegners auf. Ließen allerdings klarste Chancen liegen.
In der 7. min des Spiels war es dann aber soweit. Lars, heute auf der linken Mittelfeldseite eingesetzt, eroberte sich am Mittelkreis den Ball und tankte sich durch die gegnerische Mannschaft bis zur Grundlinie durch, dort mit einem kurzen Harken ins Innere gezogen und aus einem spitzen Winkel ins linke, untere Eck eingenetzt. Starke Leistung von Lars.
Leider währte die Freude nur kurz, mit Wiederanpfiff gelang es dem Gegner den Ball am Mittelfeldkreis zu erobern und sich 10m ohne angegriffen zu werden durch unsere Spielhälfte zu bewegen. Was folgte war eine rechte " Klebe" in die linke obere Ecke. Erik war zwar dran, konnte aber nur abklatschen lassen und so trudelte der Ball hinter ihm ins Tor. C'est la Vie..passiert.
1-1 nach 10 Minuten.
Die Jungs ließen den Kopf nicht hängen, sondern spielten ihren " Stiefel" weiter.
Der Gegner wurde frühzeitig in die Zweikämpfe gezwungen und der Ball somit vom eigenen Tor ferngehalten. Das Spiel plätscherte auf hohem Tempo so vor sich hin, ohne dass sich eine der beiden Mannschaften ein deutlichen Vorteil verschaffen konnte. Als sich alle Beteiligten schon gedanklich beim Pausentee befanden, passierte das was man unter " nimm du ihn, ich hab ihn " versteht.
Der Gegner spielte im eigenen Strafraum Tiki Taka. Hier wurde er erneut von Lars unter Druck gesetzt, verlor den Ball und Überblick und der ranstürzende Momo musste den Freiliegenden nur noch ins Tor schieben.
2-1 mit dem Pausenpfiff.
Analyse...Luft holen...umstellen....weiter....
Mit Wiederanpfiff der Partie legte Johannisthal los wie die Feuerwehr, über die Flügel rannten sie an. Wir zeigten uns durchaus beeindruckt und verloren mal wieder die Ordnung. Der Gegner ging jetzt ein enormes Tempo ein und tauchte immer wieder gefährlich vor unserem Kasten auf. Wir brauchten einen Moment um mit der neuen Gangart klar zu kommen. Die Frage war nur, kann der Gegner dieses enorme Tempo über die ganze Zeit gehen?
Wir verlagerte unser Spiel nach hinten und lauerten auf Konter. Diesmal gelang es uns durch gut aufgezogene Konter immer wieder für Entlastung zu sorgen und eigene Chancen zu erarbeiten.
Leider war es dann unsere alte Schwäche, der Standarts die zum Ausgleich führte. Eine hohe Ecke von rechts, die Ordnung stimmt nicht und der Gegner braucht am 5 m Raum nur noch den Kopf hinzuhalten, völlig unbedrängt.
2-2 in der 48 Minute. Die Jungs ließen jedoch nicht den Kopf hängen und lauerten weiter geduldig auf ihre Chance. Und die sollten jetzt kommen, der Gegner konnte das Tempo nicht halten und wir konnten unsererseits den Druck erhöhen. Vermehrt gelang es uns jetzt den Ball bereits in der gegnerischen Hälfte zu erobern und es kamen immer wieder zu Großchancen die noch nicht verwertet werden konnten.
In der 56 Minute war es dann soweit. Finn gewann einen Zweikampf in Höhe des Mittelkreises und lief bis zur Grundlinie, scharfer Pass nach innen hinter die gegnerische Abwehr und dort wartet Marvin...dieser nahm den Ball an, legte ihn sich vor, nahm Maß und schickte den Ball auf die Reise...unten links schlug er unhaltbar ein.
3-2 aus unserer Sicht.
Das Trainerteam beorderte mit Wiederanpfiff alle in Richtung Abwehr, nur der schnelle Mann blieb stehen.
Jetzt ging es nicht mehr darum " schön zu spielen" sondern gegen den anstürmenden Gegner den Ball zu klären. Dies gelang auch und mit Ablauf der 63 Minute ertönte der Schlusspiff....

Fazit:

Hier trafen zwei Teams aufeinander, die ebenbürtig waren. Wir hatten jedoch den längeren Atem und wurden heute zu Recht belohnt. Die Einstellung stimmte und das Team hat begriffen, um was es geht. Auch gelingt es uns jetzt immer besser uns spontan auf die taktischen Begebenheiten des Gegners einzustellen. Immer mehr Jungs sind variabel einsetzbar und können mittlerweile mehrere Positionen ausfüllen, was unser Spiel schwerer auszurechnen läßt.
Wir werden weiter hart trainieren, um die erkannten Fehler zu minimieren.

Wie es weitergeht:

Am 12.09 um 14.00 Uhr treffen wir im Wohnzimmer im Pokal auf SW Spandau.

In der Zeit vom 18-20.09 nehmen wir am Werbellinseecup teil.

Autor: Brian Fenske