Nach dem erfolgreichen Punktspielauftakt in der Vorwoche, folgte am vergangenen Samstag der Einstieg in den Berliner Senioren-Pokalwettbewerb. Die Elf vom Fließtal empfing die Berolina aus Stralau erstmals zu einem Pflichtspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Seebadstraße. Bei herrlichem Sonnenschein musste man in die ungewohnten blauen Ausweichtrikots schlüpfen, da der Gast ganz in roter Spielkleidung antrat.

In der Anfangsphase des Spiels zeigte der Landesligist den Hermsdorfern deutlich auf, wer hier die Favoritenrolle innehatte. Stralau war meist einen Schritt schneller am Ball, energischer in den Zweikämpfen und ließ die Kugel durchaus ansehnlich in den Reihen laufen. Der VfB-Schlussmann Drews musste einige Torchancen entschärfen und war bei einem Pfostentreffer der Gäste mit Fortuna im Bunde.

Erst nach gut 20 Minuten fanden die Rot-Weißen (heute in blau) dann besser ins Spiel und kamen vor allem nach Standards auch einmal vor das gegnerische Tor, jedoch ebenfalls ohne zählbaren Ertrag, sodass es torlos in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang wurden mit zunehmender Spieldauer die Zweikämpfe besser angenommen und auch das Spielgeschehen verschob sich zu Gunsten der Hermsdorfer. Die erste echte Großchance für den VfB resultierte dann aus einem Befreiungsschlag von Mark Heußner, der den flinken Dennis Ziemer auf die Reise schickte. Der blieb stabil gegen den Abwehrspieler und traf eiskalt aus halblinker Position zur 1:0 Führung.

In der 72. Spielminute konnte die Führung sogar noch ausgebaut werden. Ebenfalls nach einem langen Ball hinter die Abwehrkette, legte Christoph Röttgen das Spielgerät per Kopf quer auf Hannes Römer, der aus Nahdistanz kein Problem hatte den Ball über die Linie zu drücken. Nicht nur aufgrund der schönen Torvorlage, sondern vielmehr auch wegen einer vorbildlichen Leistung über 90 Minuten, war die kurzfristige „Reaktivierung" Christoph Röttgens ein voller Erfolg!

Gegen Ende Partie warfen die Stralauer noch einmal alles in die Waagschale. Doch das Hermsdorfer Abwehrbollwerk hielt stand und bei einem vermeintlichen Handspiel im VfB-Strafraum blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm.

So blieb es schlussendlich beim 2:0 Heimsieg, der insgesamt etwas glücklich ausfällt, aber aufgrund der engagierten Leistung vor allem in der zweiten Hälfte verdient war. Die Senioren freuen sich auf ein attraktives Los in der 2. Runde – gern wieder an der Seebadstraße und warum nicht gegen die Ex-Profis von Hertha BSC.

Der VfB spielte in folgender Formation:

Drews - Pollak, Haubner, Fricke (Thole) - Trigault, Heußner, Römer, Röttgen, Krause - Derwahl (Behrens), Ziemer

Autor: MH99

Seite bearbeiten