Mit nur einem Gegentor in fünf Spielen (4 Siege, eine Niederlage; 8:1 Tore) spielte die Ü40-A des VfB am 20. September im sachsen-anhaltinischen Bernburg eine überzeugende nordostdeutsche Meisterschaft.

Für diese hatte man sich durch einen erneut sehr starken zweiten Platz in der abgebrochenen Meisterschaft der Saison 19/20 qualifiziert.

Da man sich in den letzten Jahren bei diesem Turnier schwertat, hatte sich das Team etwas vorgenommen.


Im ersten Spiel konnte Greif/Torgelow mit 2:0 besiegt werden. Im Modus 2x15 Minuten legten beide Mannschaften ein beachtliches Tempo vor, bei dem die deutlichen Vorteile unserer Mannschaft in einem klaren und ungefährdeten Sieg mündeten.

 

Im Parallelspiel verlor der jahrelange Konkurrent Blau/Weiß 90 mit 0:1 gegen Martinroda.

Leider wurde dieser Vorteil bereits im zweiten Spiel verschenkt. Mit 0:1 musste man sich Blau/Weiß 90 verdient geschlagen geben. Die Konkurrenz aus Tempelhof hatte insgesamt mehr vom Spiel und wurde stets über sein ehemaliges Profi-Mittelfeld angetrieben. Der VfB fand nicht wie gewohnt in sein Spiel und konnte das gegnerische Tor nicht entscheidend gefährden. Ein sehenswerter Schuss (M. Gebhardt) von jenseits der Strafraumgrenze in den linken Winkel entschied die Partie.

Der im gesamten Turnier sehr gut mitspielende und einen sehr guten Rückhalt bildende Torwart Tom Peik war in diesem Fall machtlos und hatte Glück, dass es zwei Minuten später nicht eine Kopie des 1:0 gab. Jedoch flog die Kugel diesmal am VfB-Gehäuse vorbei.

 

Im dritten Spiel wurde der Lokalmatador Nienburg mit „nur" 1:0 besiegt.

Etliche gute Chancen blieben ungenutzt, aber ein von Cem Er erzieltes Elfmetertor brachte die Entscheidung (im zweiten Anlauf, nachdem zunächst verschossen aber der Strafstoß wiederholt wurde).

 

Vorentscheidend für den weiteren Verlauf und den Ausgang der Meisterschaft musste unsere mittlerweile durch Verletzungen dezimierte Mannschaft im vierten Spiel gegen Martinroda antreten, die bis dahin verlustpunktfrei durch das Turnier gekommen waren.

Es entwickelte sich eine mitreißende und spannende Partie, doch der VfB verfügte über die bessere Spielanlage und die größeren Kraftreserven.

Im von den Seebadstraßen-Kickern besten Spiel des Tages wurde der „Angstgegner" (in den Vorjahren hatten wir jeweils schlecht gegen diesen Gegner ausgesehen) mit 2:0 besiegt. Beim 1:0 überwand C. Behrens den gegnerischen Torwart mit einem trockenen Schuss ins linke untere Eck. Das entscheidende 2:0 konnte V. Mattera-Iacono nach feiner Einzelleistung beisteuern.

 Da nach 14 von 15 Spielen des Turniers feststand, dass Blau/Weiß und Martinroda jeweils 12 Punkte auf dem Konto hatten, musste im letzten Spiel gegen Erkner ein Sieg mit mindestens 5 Toren unterschied rausspringen. Kein leichtes aber ein machbares Unterfangen – schließlich hatte Erkner bis dahin lediglich einen Punkt in vier Spielen verbuchen können.

Dementsprechend dominant trat der VfB auf und setzte den Gegner aus Brandenburg von Beginn an unter Druck. Doch trotz bester Einschussgelegenheiten stand es zur Pause „nur" 1:0. Nicht nur das eigene Können stand weiteren Toren im Weg, sondern, neben einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, auch ein sensationell haltender Torwart.

Im zweiten Durchgang konnte das Ergebnis auf 3:0 geschraubt werden aber die Tore 4 und 5 wollten einfach nicht fallen. Erwähnenswert dabei ein sehenswerter Fernschuss von Stephan Kusche, der lautstark an den Pfosten klatschte. Eine Minute später rettete die Latte für die Gäste, so dass am Ende ein etwas enttäuschender aber dennoch nicht hoch genug Wert zu schätzender dritter Platz als Ergebnis feststand.

 

Sehr erfreulich und völlig zurecht wurde Tobias Röttgen von allen Trainern der teilnehmenden Mannschaften zum besten Spieler des Turniers gewählt.

 

Randnotiz:

Erneuter Turniersieger wurde mit 12 Punkten und 10:2 Toren Blau/Weiß 90 Berlin.

 

Der VfB setzte folgende Spieler ein: T. Peik – M. Koohgilani, A. Bozinovski, M. Lehmann – C. Dormann, D. Kumru, V. Mattera-Iacono, T. Röttgen, S. Kusche, O. Dudey, C. Behrens – M. Gehrwald, C. Er


Autor : Volker Marx